BESCHÄFTIGUNGSPROJEKT
Reintegration durch Naturschutz und
Landschaftspflege
ZIELGRUPPE:
Das Projekt richtet sich an sozial
Benachteiligte, Langzeitarbeitslose, Arbeitslosengeld - II - EmpfängerInnen, straffällig Gewordene, sowie Konsumenten legaler und illegaler Drogen. Den TeilnehmernInnen und deren Angehörigen soll die Möglichkeit geboten werden, einer sinnvollen und regelmäßigen Beschäftigung nachzugehen.
ZIEL:
Hauptsächlich dient das Projekt
der Reintegration von Straffälligen und zur Prävention bei
offensichtlich Gefährdeten. Über Beschäftigungsfragen hinaus hat das
Projekt das Ziel, sich an den Erfordernissen der Alltags-und Lebenssituation der TeilnehmerInnen zu orientieren. Häufig benötigen diese in unterschiedlichen Problembereichen, zeitgleiche oder aufeinander abgestimmte Hilfen. Deshalb ist das Projekt eng mit den allgemeinen Grundversorgungsangeboten der Anlaufstelle vernetzt. Die Unterstützung verbindet unterschiedliche Problemdimensionen und behandelt die Bereiche Wohnen, Überschuldung, Sucht, usw. Für bereits Verurteilte besteht das Angebot, bei Zahlungsunfähigkeit die Geldstrafe in Form gemeinnütziger Arbeit abzuleisten.
PROJEKTINHALTE:
Das
Beschäftigungsspektrum umfasst gemeinnützige Tätigkeiten im Bereich
Landschafts- und Naturschutzflächenpflege. Hierzu zählen u.a. die in
Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen,
dem Stadtforst Göttingen und dem Naturpark Hann.-Münden durchgeführten
Maßnahmen, die zum Erhalt und zur Pflege von geschützten Landschaftsbestandteilen beitragen. Darüber hinaus steht dem Projekt eine landwirtschaftliche Fläche zur Verfügung. Hier erproben die TeilnehmerInnen den biologischen Gemüse-und Obstanbau. Von der Bodenvorbereitung über die Saat, Pflanzung und Pflege bis hin zur Ernte werden ihnen fachliche Kenntnisse vermittelt. Zusätzlich wird eine Streuobstwiese mit ca. 100 Obstbäumen gepflegt. Durch Neupflanzung alter, hochstämmiger Apfelsorten sowie Schnitt, Ernte und Verwertung im Bestand ist hier ein beispielhaftes Lehrgebiet entstanden. Einen weiteren großen Stellenwert nimmt der Holzeinschlag ein. Hier werden die TeilnehmerInnen qualifiziert in den Bereichen Baumfällen und Aufarbeiten des Holzes. Für die ProjektteilnehmerInnen besteht ferner die Möglichkeit an Lehrgängen, Fortbildungsmaßnahmen und Praktika teilzunehmen. Neben der Vermittlung praktischer und theoretischer Kenntnisse in den genannten Bereichen, ist die sozialpädagogische Betreuung von großer Wichtigkeit (Alltagspraktische Hilfen, Schuldenregulierung, psychosoziale Begleitung).
RAHMEN:
Die Beschäftigung
findet ihre Umsetzung über halbjährige Arbeitsvereinbarungen im Sinne des §16 SGB II (Mehraufwandsentschädigung bzw. 1,- Euro-Job) als GärtnerhelferInnen oder SozialhelferInnen, oder im Rahmen einer ABM als GärtnerIn / HauswirtschafterIn.
FINANZIERUNG:
Der Verein wird durch
öffentliche Mittel gefördert. Die Personal- und Sachkosten des Projekts werden vom Landkreis und der Stadt Göttingen, sowie dem Europäischen Sozialfond (ESF) getragen. Zuwendungsbehörde hier ist die NBank Niedersachsen.
PROBLEMATIK:
Die finanzielle Förderung des
Projekts bewegt sich in einem derart knappen Rahmen, dass der Verein und auch das Beschäftigungsprojekt auf Spenden und andere Mittel wie z.B. Bußgelder aus ge-richtlichen Auflagen angewiesen ist.
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